K-Paul | Fotos

K-Paul | Facts
Er ist ein Mann mit nur einem Gesicht, aber vielen Namen. Kai Paul aus Ostberlin. K-Paul, eine Hälfte des Tanzmusikduos Lexy & K-Paul. Und das seit den 90ern, den goldenen Technozeiten, als die Love Parade noch gut, das Internet noch nicht so böse, das Feiern irgendwie ausgelassener und Minimal noch nicht alles war. Freak. The Greatest DJ. Electric Kingdom. Kai Paul betätigt sich als kompetenter Studio-Wizard und prägt den Sound des beständigsten und dynamischsten TechnoLectro-Duos der Welt. Der Entschluss reift, nicht nur als Produzent und Aufleger, sondern auch als Performer in Erscheinung zu treten. Zunächst etwas belächelt, gilt es, sich die nötige Bühnenreife zu verschaffen. Geht das überhaupt? Vom Club auf die Bühne? Ohne sich zu einem langweiligen Laptop-Nerd zu entwickeln, wird alles rausgeballert, was die MPC hergibt. Auf großen Tanzmusikleistungsschauen wie Mayday, Love Parade, Time Warp, Sonne Mond Sterne wird das Element Rock (im Sinne von Rocken, nicht notwendigerweise mit Gitarren!) höchst erfolgreich integriert. Nebenbei passieren einige erwähnenswerte Dinge: vier Studioalben, Echo-Fame, Dienstreisen um die ganze Welt, die Emanzipation vom langjährigen Mentor Westbam, Labelwechsel, weitere musikalische Betätigungsfelder.
Das Duo Fuchs & Horn wird zum Experimentierfeld für Musik, die nicht zu Lexy & K-Paul passen will. Dabei entstehen bemerkenswerte Tracks wie „Störenfried“ und „Es tropft“. Das Auftrittskonzept ist um einiges untergrundiger als das altbewährte: Kai Paul sucht nach Spannung in halblegalen Locations und stellt fest, dass Masken auf der Bühne sexy sind.
Die nächste Entwicklungsstufe ist Käosklub. Ein Trio, das sich chaotisch gibt, aber wohl sehr genau weiß, was es tut. Neben Herrn Paul besteht es aus den Herren Kaldirim und Horn, beides eher lichtscheue Personen, die erst im Club zu veritablen Berserkern mutieren. Unter Strom werden unbefangen Hymnen wie „Pas de temps“ oder zoologische Tracks wie „The Cat“ abgefeuert.
Bei jedem Projekt und jeder Betätigung von K-Paul steht neben dem künstlerischen Anspruch und der Professionalität vor allem eines im Mittelpunkt - der Spaß. Was in keinem Wie-werde-ich-Entertainer-Handbuch steht, das wird von unserem Protagonisten stets beherzigt: man kann dem Publikum nur Freude bereiten, wenn man selbst Spaß an dem hat, was man tut. We were never being boring cause we were never being bored. Kai Paul ist weit davon entfernt, es sich nur im Studio gemütlich einzurichten und sich dort den Maschinenpark Untertan zu machen. Es zieht ihn raus in jede erdenkliche Live-Situation. Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, ob es sich um 20.000 Festivalbesucher oder um 200 verschwitzte Gestalten in einem dunklen Kellerloch handelt. Wir sehen uns. Da oder dort.
Weitere Infos unter www.facebook.com/kpaulberlin oder www.myspace.com/kaipaul
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